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Legale Leistungssteigerung? - Legales Doping? Gibt es das?

Grundsatz: Freizeitsportler, Hobby- und Gesundheitssportler brauchen erst Recht keine leistungsstimulierende Mittel. Dieser Personenkreis, zu der ich mich auch zähle, braucht keine Dopingmittel! Wenn ich mich trotzdem mal im Netz schlau gemacht habe, will ich helfen, auch vor scheinbar harmlosen Mitteln zu warnen.

Dazu passt auch folgende Meldung vom 28.08.2006:

Versteckte Anabolika in Muskelaufbaupräparaten gefunden!
In Muskelaufbaupräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln sind diese hochwirksamen Hormone oft nicht als Inhaltsstoffe deklariert! Anabolika in hohen Dosen oder über einen längeren Zeitraum eingenommen können schwere Schäden unter anderem an Leber, Haut und Psyche auslösen, bis hin zu Krebs! Bevor Sie solche Muskelaufbaupräperate oder unklare Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, sich immer erst vom Hersteller über die vollständige Zutatenliste informieren lassen und im Zweifelsfall auf das Präparat verzichten.

Kompletter Artikel klick hier!

Schutzbehauptung oder Realität?
9 der 11 Gewichtheber der iranischen WM-Gewichtheber wurden positiv auf Testestron getestet (Meldung vom 26.09.2006). Ursache soll der Genuss von Nahrungsergänzungsmitteln gewesen sein, die nicht noch mal auf verbotene Substanzen untersucht wurden. Wer jetzt noch ohne Prüfung irgend welche Mittelchen kauft ist selber schuld.


Kreatin

Was es bewirkt: Kreatin ist meist als Kreatinmonohydrat frei verkäuflich in Pulver, Kapseln und Kautabletten. Gefährlich dabei ist schon, das dieses Mittel aber nicht offiziell zugelassen ist, und damit auch nicht besonders streng kontrolliert wird.
Kreatin ist ein Eiweißbestandteil in Muskeln, der aber auch im Fleisch und Fisch enthalten ist, und wird natürlich zum Aufbau von Muskelgewebe benötigt. Kreatin wirkt aber auch auch im Körper so, dass eine bessere Kraftleistung bei kurzzeitiger Belastung bereitgestellt werden kann, weil so zusagen Energie gespeichert wird. Kreatin soll auch die Gedächtnisleistung verbessern, was aber bei den meisten Sportarten nicht so interessant ist.
Wo liegt die Gefahr? Übermäßige Kreatinzufuhr soll den Ausbruch von Diabetes fördern. Was viele Sportler langfristig eigentlich nicht mögen ist die Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen. Bei besonders hoher Überdosierung kommt es gar zu Krämpfen und Muskelverhärtungen. Am schwerwiegensten ist aber die voraussichtliche Langzeitwirkung in der Form, dass die körpereigene Kreatinproduktion deutlich gesenkt wird und zu einer Art Abhängigkeit von der künstlichen Zufuhr führt.
Mein Rat: Finger weg wegen der unklaren Langzeitwirkungen!
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Taurin

Was es bewirkt: Taurin, oder auch 2-Aminoethansulfonsäure regelt bei vielen Stoffen den besseren Übergang in die Blutbahn. So u.a. auch bei Calcium und Koffein, was als leistungssteigernd gilt. Deshalb wird dieser Stoff häufig als Zusatzstoff für Energy Drinks gewählt, um eine schnellere Wirkung zu erzielen.
Wo liegt die Gefahr? Auch wenn der Körper in der Lage ist Taurin selbst herzustellen, sollte wegen der ungekärten Langzeitwirkung bei Überdosierung darauf verzichten. Taurin könnte z.B. auch das schnellere Eindringen unerwünschter Substanzen fördern.
Mein Rat: Gegen einen gelegentlichen Energy Drink ist nichts einzuwenden. Aber nicht übertreiben


Koffein

Was es bewirkt: Koffein (in Kaffee, Tee, Kakao, Cola und vielen Energy Drinks) ist als Muntermacher bei Müdigkeit bekannt und wird so auch in dieser Form schon oft genutzt. Auch steigert es die Konzentration. Leider kommt nach einiger Zeit ein starker Abfall der Wirkung, was gefährlich werden kann. Ausgeprägt ist die Steigerung der Herzfrequenz und die Anregung der Atmung. Dadurch kann die Ausdauer gesteigert werden.
Wo liegt die Gefahr? Bei Koffeinmissbrauch in Tablettenform kann es Unruhe, Schlafstörungen und Herzrasen kommen. In einer Zeitschrift las ich allerdings jüngst auch, dass lt. einer Studie Koffein den Blutfluß zum Herzen behindern soll. Das würde Kaffe sogar als legales Dopingmittel unbrauchbar machen!
Mein Rat: Mit meinen 2 - 3 Tassen Kaffee pro Tag habe ich noch keine Wirkung erzielt und sollte auch keinen Läufer von Kaffee, Tee oder einer gelegentlichen Cola abhalten.

Proteine und Aminosäuren

Was es bewirkt: Keine Frage, ohne Proteine und Aminosäuren kein vernünftiger Muskelaufbau und auch die Regeneration nach der Belastung wird verbessert. Das macht sich besonders im Kraftsportbereich bemerkbar.
Wo liegt die Gefahr? Eigentlich besteht nur Gefahr, wenn zur natürlichen Eiweißernährung ein Unmenge an Proteinen und Aminosäuren in Pulver- und Tablettenform geschluckt wird. Insbesondere dann, wenn nicht in der adäquaten Menge trainiert wird, weil dann die Abbauprodukte den Körper belasten können. Das kann vor allem zu Schäden an Leber und Nieren führen, die diesen Abbau durchführen müssen.
Mein Rat: Eine ausgewogene Ernährung mit genügend Milch und Milchprodukten (Käse, Joghurt) reicht schon zur Proteinversorgung aus.

Vitamine

Was sie bewirken: Da sind sich selbst die Experten nicht ganz einig. Denn die leistungssteigernde Wirkung (auch auf das Immunsystem) bei höherer Dosierung wird bezweifelt. Bei den Vitaminen läuft es eher anders herum. Fehlen Vitamine, sinkt die Leistungsfähigkeit des Körpers. Es kommt also nur auf eine ausgeglichene Vitaminzufuhr an.
Wo liegt die Gefahr? Langzeitstudien zur Überdosierung haben noch nicht immer ausreichende Ergebnisse gebracht. Raucher scheinen bei Überdosierung mit Betacarotin ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko zu haben. Da überflüssige Vitamin häufig über die Nieren ausgeschieden werden, kann sich das natürlich negativ bemerkbar mach.
Mein Rat: Da nennenswerte Leistungssteigerungen durch übermäßige Vitaminzufuhr kaum zu erwarten sind, sollte es der Freizeitsportler bei einer ausgewogenen Ernährung belassen und mal im Erkältungsfall zu einigen Vitaminen (A und C) greifen. Anders liegt die Sache bei einseitiger Ernährung (Vegetarier). Die sollten in Abstimmung mit einem Arzt entscheiden, welche Vitamine zusätzlich künstlich zu zuführen sind.

Fazit

Es lohnt sich für einen Freizeitsportler nicht, für eigentlich nicht notwendige Leistungssteigerungen auch noch seine Gesundheit aufs Spiel zu stellen. Ich hoffe, viele Leser sind jetzt nicht enttäuscht, wenn ich nichts zu Diuretika, Anabolika und anderen Substanzen gesagt haben. Für solche Mittel sind mir meine Seiten zu Schade. Man kann nur vor der Einnahme solcher Mittel warnen! Warum? Gerade Anabolika richten beim jungen Menschen im Testesteronhaushalt großen Schaden an. Das kann bis zur Unfruchtbarkeit und Impotenz führen. Ist das ein erstrebenswertes Ziel? Für die meisten Leute wohl nicht.

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