Läufer
 
Home
Vorbereitung
Ausrüstung
Laufshops + Zubehör
Lauf
Nach dem Lauf
Erfahrungen
Running
Saunaregeln
Doping?
E-Mail-Anfragen
Fettverbrennung
Gebrauch Pulsuhr
Marathon
schnürung
Laufplan
Anfänger
Ausgleichssport
Link-Tipps
Jogging-Forum
Walking
Joggeln
Bücher Jogging
Bücher Walking
Laufplan Marathon
Jogging-Auswertung
Seitenübersicht
 
Impressum
Kontakt

Gebrauch Herzfrequenzmesser (Pulsuhr)

  Zurück



Wichtig:
Vor der Gebrauch der Pulsuhr (Pulsmessgerät) lesen Sie immer die zugehörige Bedienungsanleitung sorgfältig durch. Da es verschiedene Typen gibt, kann ich nur allgemeingültige Gebrauchshinweise geben. Falsche Handhabung kann zu falschen Messergebnissen führen. Insbesondere durch zu niedrig angezeigte Messwerte, besteht für Sie akute Gesundheitsgefahr, weil es zu einer Kreislaufüberlastung führen kann!
Auch wenn es billig sein soll: Achten Sie auf die EKG-Genauigkeit der Anzeige! In Baumärkten angebotene Billigfabrikate (um 29 Euro) waren bei Tests in der Genauigkeit garnicht mal so schlecht. Aber die Garantie der EKG-Genauigkeit dieser Geräte ist meist nicht gegeben, und damit nur als Informationgerät für gesunde Leute geeignet. Also aufpassen!
Mindeststandard einer Pulsuhr sollte aber die Einstellbarkeit einer Alarmfunktion für einen einstellbaren Höchstwert sein (Minimumwert ist schön, aber nicht notwendig, weil es beim gesundheitlichen Joggen kein zu langsam gibt!. Bei dieser Art wird man gewarnt, wenn man seinen individell eingestellten Maximalwert überschreitet und muss nicht dauernd auf die Pulsuhr schauen, ob man zu schnell unterwegs ist. Man verliert die Konzentration aufs Laufen und stolpert vielleicht noch.


1. Aufbau

Die Pulsuhr besteht aus 2 Teilen:
  • Brustgurt mit verstellbarem Riemen
  • Pulsuhr am Handgelenk
  • Träger von Herzschrittmachern müssen vor dem Gebrauch einer solchen Pulsuhr in 2-facher Hinsicht Ihren Arzt befragen:
    • Kann die Pulsuhr den Herzschrittmacher beeinflussen? Die Übertragung der Herzfrequenz vom Sensor am Brustgurt zur eigentlichen Anzeige an der Pulsuhr erfolgt per Funk zur Pulsuhr am Handgelenk.
    • Wer schon einen Herzschrittmacher trägt, muss sich sehr genau an die Belastungsgrenzen halten.


2. Dateneingabe

Je nach Güte der Pulsuhr (Preis!) kann man verschiedene Einstellungen an der Pulsuhr vornehmen:
  • Persönliche Daten (meist nur bei teuren Geräten)
    wie Alter, Größe und Gewicht.
    Gute Geräte errechnen gleich aus diesen Werten die Werte für die Pulsobergrenze (Belastungsgrenze) und Pulsuntergrenze (darunter kaum Trainingswirkung
  • Manuelle Eingabe von Belastungsgrenzen (kann man eigentlich bei jeder Pulsuhr)
    Diese Werte kann man sich selbst ermitteln oder von behandelndem Arzt oder Sportmediziner (meist gebührenpflichtig) ermitteln lassen.
  • Einstellung der Form der Alarmierung bei zu hohem oder zu niedrigem Puls. Wahlweise durch Alarmton, optischem Alarm, beides oder Abstellung jeder Alarmierung.
  • Eingabe Datum und Uhrzeit, sowie bei Bedarf von Stoppzeiten für die Dauer des Trainings.


 

3. Anlegen der Pulsuhr

Das Anlegen des Pulsmessgerätes ist recht einfach. Die eigentliche Pulsuhr wird normal wie eine Armbanduhr umgebunden. Der Brustgurt wird etwa in Höhe der letzten Rippenbogen unterhalb der Brustwurzen angelegt. Meist muss man mehrfach probieren und die Gurtlänge variieren. Auf der einen Seite darf der Brustgurt nicht zu locker sitzen, denn dann funktioniert die Anzeige nicht richtig, oder der Gurt rutsch auf den Bauch ab und dann gibt es auch keine Anzeige. Der Brustgurt darf natürlich auch nicht zu fest sitzen, sonst stört er bei der Atmung.
Damit die Anzeige des Pulswertes sofort mit Trainingsbeginn erfolgt, muss man die Innenseite des Brustgurtes im Bereich des Sensors leicht mit Wasser anfeuchten (Spucke tut es zur Not auch). Oder man muss halt warten, bis man genügend schwitzt.



3. Gebrauch der Pulsuhr

Ist alles richtig eingestellt und der Sensor leicht befeuchtet, sehen Sie an der Pulsuhr bereits Ihren Ruhepuls. Wenn nicht, kann es an folgenden Problemen liegen:
  • Batterie leer oder defekt.
  • Brustgurt zu locker
  • Störung durch elektromagnetische Felder, was ein Hauptproblem vieler Pulsuhren ist. In der Nähe betriebene Mobiltelefone, startende Autos oder andere Pulsuhren, können nicht nur zu einer völlig falschen Anzeige führen (Plausibilität der Anzeige durch manuelles Ertasten der Pulsfrequenz am Handgelenk oder der Halsschlagader mit Hilfe einer normalen Uhr mit Sekundenanzeige.
  • Anspruchsvolle neuere Pulsuhren haben eine Codierung der Funkfrequenz, um gegenseitige Störungen auszuschließen. Wer plant, in der Gruppe zu laufen, muss hier unbedingt schon beim Kauf auf die Codiermöglichkeit achten.
Die Wichtigste Funktion der Pulsuhr ist der Alarmton, den man einstellen sollte. Man muss immer beachten: Der ständige kontrollierende Blick zur Pulsuhr stellt eine erhebliche Gefährdung dar, weil man abgelenkt wird und in der Zeit nicht auf den Weg achten kann. Viele Stolperer und Stürze passieren wegen der Ablenkung durch die Pulsuhren!!!
Ambitionierte Läufer werden natürlich die sehr verschiedenen Meßwertablesungen (nach Gerätetyp) zur Kontrolle ihres Fitness- und Trainingszustandes nutzen. Wobei es hier ganz wichtig ist, dass man sich die Auswertung von einem Fachmann erklären lässt. Nichts sind verhängnisvoller als laienhafte Fehlinterpretationen. Schon aus diesem Grund werde ich hier keine Auswertung von Messergebnissen vornehmen.



4. Pflege und Messfehler

Die Pulsmessgeräte sind pflegeleicht und eigentlich unverwüstlich. Trifft insbesondere auf die wasserdichten Versionen zu.
Wichtig aus hygienischen Gründen ist, dass man den textilen Brustgurt regelmäßig mit wäscht. Den Sensorteil muss man nur mit klarem Wasser abspülen. Bei nicht wasserdichten Geräten darf man den Sensorteil natürlich nur feucht abwischen. Schon wegen der Hygiene sollte jeder Läufer seinen eigenen Brustgurt haben und nicht mit anderen Läufern ständig wechseln. Aber das muss jeder Läufer selbst wissen. Brustgurte, die vollständig aus Gummi sind, sind etwas unangenehmer im Tragen.


5. Andere Messgerätetypen

Mit Pulsmessgeräten, die an Fingern oder Ohrläppchen die Messergebnisse abgreifen (oder durch Auflegen Finger oder Daumen auf eine Sensorfläche), habe ich noch nicht kontinuierlich gearbeitet.
  • Das Hauptproblem bei den Pulsuhren mit Auflegen des Fingers ist einfach, dass keine kontinuierliche Messung möglich ist. Damit fällt die wichtige Alarmfunktion weg, die die Pulsuhren mit Brustgurt so vorteilhaft macht. Wenn ich den Finger auflege, muss man sich doch etwas auf den Vorgang konzentrieren. Ein Zehntelsekunde unaufmerksam und schon kann man stolpern und wenn man Pech hat, passiert noch mehr. Die Genauigkeit der Messungen kommt bei den neueren Geräten von OMNI an die der normalen Pulsuhren heran. Wer den Brustgurt nicht mag, oder damit Probleme hat, für den ist diese Art der Pulsuhr auch geeignet, vor allem, wenn er nur manchmal bei besonderen Belastung seinen Puls überprüfen will. Und so viel teurer sind diese Geräte auch nicht.

  • Wer aber auf Nummer sicher gehen will, und eine Pulsuhr ohne Brustgurt möchte, sollte nach einer Pulsuhr suchen, die über einen Sensor das Messergebnis über die Fingerkuppe oder das Ohrläppchen kontinuierlich abgreift. Solche Modelle sind aus Sicherheitsgründen einfach besser, weil dann eine kontinuierliche Überwachung mit Alarmsignal möglich ist, ohne ständig auf ein Armband mit Anzeig starren zu müssen. Allerdings habe ich jetzt noch keinen Produkttipp parat. Vielleicht später mal.



6. Sonstige Tipps

  • Machen Sie sich nicht zum Sklaven der Pulsuhr. Laufen muss Spaß machen.

  • Beachten Sie bitte, es gibt auch so genannte "Hochpulser". Bei diesen Personen ist der Puls deutlich höher. Hierzu einige Anmerkungen von mir:
    Zum Thema Hochpulser

  • Nehmen Sie die Pulsuhr nur wenn es nötig ist. Bei ständigem Gebrauch halten die Batterien keine Ewigkeit.

  • Wenn Sie eine Pulsuhr kaufen, Denken Sie an die Folgekosten. Ein Batteriewechsel ist meist mit Kosten (einschließlich Versendung) in Höhe von fast 30 Euro verbunden. Für so einen Preis gibt es schon fast einfache neue Pulsuhren.

  • Da die meisten Pulsuhren wasserdicht sind, sind sie auch für das Schwimmen und Tauchen geeignet.

  • Gerade aber diese Wasserdichtheit ist ein Grund für die hohen Kosten des Batteriewechsels. Nach jedem Wechsel, muss die Dichtheit überprüft werden!
    Wer sicher ist, dass er die Pulsuhr nicht beim Schwimmen und Tauchen einsetzen will, der geht zu einem Uhrmacher lässt sich dort den Batteriewechsel durchführen. Mein älteres Exemplar von Pulsuhr hatte ich längere Zeit mit leerer Batterie liegenlassen, weil mir die Kosten für ein Batteriewechsel (ca. 20 - 25 Euro + 2 Mal Portogebühren) einfach zu hoch waren, zumal ich als nun schon erfahrener Läufer eh nicht mehr ständig nach Pulsuhr gelaufen bin. Aber im Juli 2005 hatte mir mein Urmacher den Batteriewechsel durchgeführt (Tipp eines Freundes) und nur 4 oder 5 Euro berechnet (bin mir nicht mehr ganz sicher). Seit dem bin ich schon mehrmals in strömenden Regen gekommen und die Funktion war nie beeinträchtigt.

  • Überlegen Sie beim Kauf einer Pulsuhr, ob Sie überhaupt die vielen Funktionen brauchen. Einen schlanken Menschen interessiert der Kalorienverbrauch z.B. meist überhaupt nicht.

  • Pulsuhr und Brustgurt können auch getrennt getragen werden. Das ist dann interessant, wenn blinde und sehschwache Menschen mit dem Pulsmessgerät überwacht werden sollen. Man muss nur sichern, dass beide Läufer recht dicht nebeneinander laufen. Dabei ist die eigentliche Pulsuhr günstiger weise an der Armseite zutragen, die die Träger des Brustgurtes am Nächsten liegt. Viel passieren kann nicht, denn im ungünstigsten Fall reißt nur die Funkverbindung ab und die Pulsuhr schaltet sich automatisch ab. Arbeiten Pulsuhr und Brustgurt ständig im Bereich der Funktrennung ist eine höhere Funkleistung notwendig. das geht auf die Lebensdauer der Batterie. Also dicht zusammenbleiben.






Wenn schon Pulsuhr, dann reicht nach meinen Erfahrungen die Einstellung der oberen Belastungsgrenze, damit man immer vor Überbelastung geschützt ist. Darin sehe ich die wichtigste Funktion! Alle anderen Funktionen lenken einen Freizeitjogger eher ab. Da bei meiner Pulsuhr die Batterie leer ist, gestehe ich hiermit, dass ich bisher zu bequem und zu faul war, die Pulsuhr zum Batteriewechsel einzusenden. Denn wer regelmäßig längere Zeit läuft, kennt seinen Körper dann schon gut genug, um zu wissen, welches Tempo er bei bestimmten Laufsituationen wählen sollte. Machen Sie sich nicht zum Sklaven der Pulsuhr, denn eine Fettverbrennungszone gibt es ja nicht. Denn das ist der Hauptgrund, warum viele Leute so eine Pulsuhr kaufen wollen, weil man in dieser nicht vorhandenen Zone laufen will. An die Pulsuhr als wichtiges Hilfsmittel zur Überwachung des Maximalpluses oder der Dauerleistungsgrenze denken doch meist nur die aktiven Sportler, obwohl es viele Freizeitjogger nötiger hätten!

Technischer Fortschritt:
Ich habe den Gebrauch einer einfachen Pulsuhr beschrieben. Es gibt eine große Anzahl von Anbietern. Bei den Funktionen geht es bis zum Laufcomputer, der unter anderem gleich noch gelaufene Distanz und Geschwindigkeit ermittelt, an ein Mobiltelefon übermittelt und per SMS die Daten versendet und jetzt sogar die Daten bis ins Internet sendet (Internetauswertung). Wen es interessiert:
www.polar-deutschland.de

Zurück
 
Zum Seitenanfang