Mit Reisegepäck in den Urlaub - Tipps vor Fallen

 

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Nicht nur im Ausland und Flugreisen lauern Fallen, auch bei der einfachen Autofahrt kann es Probleme geben. Wichtige Tipps habe ich hier mal zusammengestellt:

Gepäck im Auto

Sie glauben Ihr Auto genau zu kennen? Sie fahren ja täglich damit. Sie wissen wie es reagiert, wenn man Gas gibt, oder auf die Bremse drückt.
Bei einem Urlaubsauto kann das aber ganz anders sein. Wer öfter mal schwer Sachen in größeren Menge zu transportieren hat, wird wissen, was ich meine: Eltern, Kinder und noch viel mehr Gepäck belasten ein Fahrzug bis an die Grenze der Tragfähigkeit.

  • Ein vollbeladenes Auto hat meist einen deutlich längeren Bremsweg, den es vorher einzukalkulieren gilt.

  • Schnelle Sprints, die leer kein Problem waren, fallen je nach Fahrzeugtyp deutlich lahmer aus. Da kann manches Überholmanöver zum Desaster werden!
    Bei der Formel 1 hört man ständig, dass man mit vollem Tank langsamer fährt. Sie haben aber im Urlaub nicht nur paar Liter mehr Sprit an Bord, sondern oft gleich mehrere Personen + viel Gepäck!



  • Sie haben gar einige Sachen auf (in) dem Dachträger verstaut? Das bremst gewaltig, und noch viel schlimmer ist die starke Seitenwindanfälligkeit. Besonders bei Überholvorgängen und bei Fahrten auf Brücken. Da ist schon manches in der Leitplanke oder noch schlimmer auf der Gegenfahrbahn gelandet.

  • Schweres Gepäck und /oder Dachgepäckträger lassen manche Fahrzeuge bei schnellen Richtungswechseln (Überholen) oft stark schwanken. Deutlich verstärkt wird dieses Schwanken, wenn das Fahrzeug falsch beladen ist, z.B. liegen die schweren Gepäckstücke weit oben. Ein maximal beladener Dachgepäckträger kann bei sonst wenig Gepäck und schnellen Lenkbewegungen leicht zum Kippen gebracht werden, besonders bei schmalem Radstand und hohem Aufbau.


Deshalb gilt es schon vor Antritt der Fahrt an einige Sache zu denken:
  • Fahrzeug richtig beladen! Schwere Gepäckstücke möglichst weit unten hinpacken.

  • Jede Möglichkeit nutzen, die Gepäckstücke durch Stricke, Seile Bänder u.ä. am verrutschen zu hindern! Schwere rutschende Gepäckstücke stellen ein echtes Sicherheitsrisiko, insbesondere für die Lenkstabilität.

  • Oft praktiziert, wenn "nur" Pärchen unterwegs sind: Alles möglich auf der Rückbank abstellen. Kreuzgefährlich, wenn es schwere Koffer sind.
    Bei einem Auffahrunfall bei hohem Tempo auf der Autobahn werden die zu schweren Geschossen, welche schon manchen Sitz von hinten zertrümmert und Fahrer und Beifahrer schwerer verletzt haben, mehr als der eigentliche Aufprall vorn, weil dort der Airbag geschützt hat!
    Wenn also schon Gepäck im Innenraum, dann nur im Fußraum (schon wegen Schwerpunkt!) und dann so verkeilen, dass es sich nicht bewegen und verrutschen kann. Ein Gefahr bleibt es trotzdem, denn bei einem Überschlag fliegen Ihnen die schweren Koffer um die Ohren!

  • Die Hutablage ist, wie es der Name schon sagt, für leichte Gegenstände wie eben Hüte da. Sachen, wie Bücher, abgestellte andere Gegenstände oder gar schon gesehen Hunde, werden bei einem Auffahrunfall bei hohem Tempo zu schweren Geschossen. Da hat sogar schon mache Sonnenbrille zu Verletzungen geführt!



Und wenn es dann ans Fahren geht, nicht gleich wie verrückt losrasen! Probieren Sie erstmal ein ganzes Stück, sich an die Fahrweise des schwerbeladenen Fahrzeugs zu gewöhnen. Und die Prozedur wiederholen, wenn es das erste Mal auf die Autobahn geht!
Fahranfänger sollten vor dem Urlaub mal mit einem schwerbeladenem Fahrzeug üben!

Gepäck im Flugzeug

Wie viel Gepäck Sie mitnehmen dürfen, hängt vom Zielland und von der Fluggesellschaft und auch von der Reisedauer ab. Auch hinsichtlich der Frage Freigepäck je Ticket gibt es unterschiedliche Regeln von Airline zu Airline. Kompliziert wird die ganze Sache gar bei Billigfluglinien, Ferienfliegern und Pauschalreisen. Hier kann man nur den Rat geben: Vorher erkundigen und möglichst keine zu großen Koffer verwenden, sowie das gesamte Gepäck minimieren. Erst recht kompliziert wird es, wenn sperriges Gepäckgut im Spiel ist, wie z.B. Surfbretter und Ähnliches. Einige Beispiele sollen dieses Chaos andeuten:

  • In der Regel gilt, dass man bis 20 kg Gepäck (ohne Begrenzung der Stückzahl) kostenlos je Ticket mitnehmen kann, 30 kg bei Busines Class und 40 kg bei First Class. Zuzüglich angemessenes Handgepäck.

  • Oft gibt es auch Begrenzungen, für das Maximalgewicht eines einzelnen Gepäckstücks, bzw. dessen Ausmaßen! Vorher erkundigen! Umpackaktionen am Flughafen können nicht nur nerven, sondern echt teuer werden, wenn man erst noch kleiner Koffer nachkaufen muss!

  • Bei Langstreckenflügen (z.B. USA und Kanada) darf man in der Regel nur 2 Gepäckstücke mit maximal 23 kg je Einzelstück mitnehmen und leichtes Handgepäck (Econnomy Class). 32 kg sind es bei Busines Class und First Class. So bei United Airlines oder Lufthansa.

  • Delta Airlines und American Airlines gestatten generell in allen Klassen nur 2 x 23 kg Freigepäck, dafür aber bis zu 18 kg Handgepäck.

  • Ferienflieger, wie Condor oder LTU lassen auf manchen Routen ab 29 Reisetagen statt 20 kg gar 30 kg Freigepäck zu.

Reisgepäck Bus

Hier ist meist die Mitnahme von Gepäck noch eingeschränkter, als im Flugzeug. Hier sollte man sich vorher beim Busunternehmen erkundigen, was so erlaubt ist.

Reisgepäck Eisenbahn

Wenn ich ehrlich sein soll, muss ich gestehen, dass ich seit Jahrzehnten nicht mehr mit der Bahn im Urlaub war, und mich da überhaupt nicht auskenne. Da schauen Sie besser gleich unter www.bahn.de in deren Bedingungen rein!



 

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